Fraunhofer CCIT auf der Hannover Messe 2026
Sichere Datenräume und Datenökosysteme für industrielle Anwendungen
Auf der Hannover Messe 2026 zeigt der Fraunhofer Cluster of Excellence Cognitive Internet Technologies CCIT, wie sich sichere Datenräume, Edge- und Cloud-Infrastrukturen sowie industrielle Datenökosysteme heute bereits in konkrete Produktionsanwendungen überführen lassen. Im Fokus stehen der wirtschaftliche Einsatz in der Fertigung, die digitale Nachrüstung bestehender Anlagen (Retrofit) sowie die interoperable Anbindung an Datenökosysteme wie Catena-X und Factory-X. Fraunhofer CCIT präsentiert sich am Stand des Technologiepartners German Edge Cloud in Halle 16, Stand A16 und und bietet Fachbesucherinnen und Fachbesuchern dort Einblicke in konkrete industrielle Anwendungen sicherer Datenräume und Edge-Cloud-Architekturen.
Der souveräne und kontrollierte Umgang mit Produktionsdaten entwickelt sich für Industrieunternehmen zu einem maßgeblichen Erfolgsfaktor. Daten werden zunehmend standort- und unternehmensübergreifend genutzt, um Prozesse zu optimieren, neue Services zu ermöglichen und Wertschöpfungsketten resilienter aufzustellen. Voraussetzung dafür sind sichere Datenräume, interoperable Schnittstellen sowie eine leistungsfähige Edge- und Cloud-Infrastruktur. Fraunhofer CCIT präsentiert auf der Hannover Messe 2026 Lösungen, mit denen diese Anforderungen in der industriellen Praxis umgesetzt werden können. Der Messeauftritt erfolgt am Stand des Technologiepartners German Edge Cloud in Halle 16, Stand A16. Beide Partner arbeiten an der Entwicklung und Umsetzung industrieller Datenraumtechnologien, unter anderem im Kontext von Catena-X, dem Datenökosystem der Automobilindustrie.
„Für viele Industrieunternehmen wird der souveräne Umgang mit Daten zunehmend zu einer Frage der Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend ist nicht mehr nur, Daten zu erfassen, sondern sie sicher, interoperabel und wirtschaftlich nutzbar in Produktionsprozesse und Wertschöpfungsnetzwerke zu integrieren. Fraunhofer CCIT bringt hierfür die notwendigen technologischen Bausteine zusammen – von Sensorik und Edge-Verarbeitung über Cloud-Analytik bis zur Einbindung in sichere Datenräume. Mit ECC4P zeigen wir an konkreten Anwendungen, wie diese Architektur in realen Produktionsszenarien funktioniert und sich auch in Bestandsanlagen per Retrofit nutzen lässt. Gemeinsam mit Partnern wie German Edge Cloud führen wir diese Ansätze in eine belastbare industrielle Umsetzung über“, erklärt Michael Fritz, Leiter der Geschäftsstelle Fraunhofer CCIT.
ECC4P – Edge-Cloud-Continuum für die Produktion
Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht das Edge Cloud Continuum for Production (ECC4P). An einer interaktiven Multimediawand demonstriert das CCIT, wie Produktionsdaten entlang einer durchgängigen Architektur verarbeitet werden können – von der Datenerfassung und Analyse an der Maschine über Edge-Systeme bis hin zur Nutzung von Cloud-Ressourcen und der Einbindung in sichere Datenräume.
ECC4P verbindet IIoT-Technologien, Edge-Computing, Cloud-Infrastrukturen, Analyse- und KI-Methoden sowie Datenraum-Komponenten zu einem modularen Ansatz. Dieser kann sowohl in neuen Anlagen als auch in bestehenden Produktionsumgebungen eingesetzt werden und ermöglicht eine skalierbare und zugleich souveräne Datenverarbeitung in industriellen Prozessen.
Retrofit – bestehende Anlagen an Datenökosysteme anbinden
Ein weiterer Schwerpunkt ist die digitale Nachrüstung von Bestandsanlagen. Da viele Maschinenparks über lange Zeiträume im Einsatz bleiben, gewinnt Retrofit als wirtschaftliche Alternative zum vollständigen Austausch an Bedeutung.
ECC4P unterstützt die schrittweise Integration zusätzlicher Sensorik, Edge-Rechner und cloudbasierter Analysefunktionen in bestehende Anlagen. Die gewonnenen Produktionsdaten können lokal genutzt oder – unter Wahrung der Datensouveränität – für standortübergreifende Auswertungen, KI-Anwendungen und die Teilnahme an industriellen Datenökosystemen bereitgestellt werden.
Exponate – von der Edge über die Cloud bis zum Datenraum
Am Messestand A16 in Halle 16 zeigt Fraunhofer CCIT unter anderem:
ALVISTO – ein KI-basiertes System zur automatisierten visuellen Qualitätskontrolle von Bauteilen und Oberflächen.
smartNOTCH (intelligenter Nutenstein) – ein Sensorsystem zur kontinuierlichen Überwachung von Umformprozessen und zur frühzeitigen Erkennung von Werkzeugverschleiß.
Die Exponate verdeutlichen zusammen mit der ECC4P Multimediawand, wie datenbasierte Verfahren sowohl in neuen Produktionsanlagen als auch im Rahmen von Retrofit-Projekten eingesetzt und in industrielle Datenökosysteme eingebunden werden können.
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